Jurtenglück

2020 und Corona scheinen untrennbar miteinander verbunden. Auf einige Monaten digitaler Gruppenstunden im ersten Lockdown folgten die Sommerferien ohne Lager. Doch dann konnte das Pfadfinden bei uns im Stamm endlich wieder richtig losgehen. Das Wetter war gut und wir konnten unsere Gruppenstunden im Garten stattfinden lassen.

Plötzlich waren schon wieder Herbstferien und es stellte sich die Frage: Wie können wir unsere Gruppenstunden weiterhin Corona-sicher stattfinden lassen? Und dass, wenn die Temperaturen sinken und es immer früher dunkel wird?

Die Lösung? Ein Jurtendach im Garten! Mit Feuerkorb, Teppichen und vielen Kerzen, damit man sich trotz Dunkelheit noch sehen kann. So trafen wir uns also in einer Nacht und Nebelaktion, begleitet von leichtem Nieselregen und bauten ein Jurtendach auf.

Und was soll man sagen? Unter dem Jurtendach entwickelte sich in den Gruppenstunden eine regelrechte Lager-Atmosphäre. Das Feuer prasselte, das Mondlicht schien von oben herein und irgendwann flackerte es auch in unseren geschnitzten Kürbissen. Die Flucht aus dem Alltag war perfekt. Manch einer stellte sich gar die Frage, wieso wir nicht schon früher einmal auf die Idee gekommen waren, die Gruppenstunden auch im Herbst und Winter draußen stattfinden zu lassen.

Leider hielt unser Jurtenglück nicht zu lange an. Momentan können wir uns wieder nur online treffen. Dennoch soll der Advent nicht ohne Pfadfinden verstreichen müssen. Und so munkelt man, packen fleißige Wichtel kleine Adventsüberraschungen für die Pfadis der Weißen Rose. Auf dass wir im Advent zumindest in Gedanken doch alle beisammen sein können.

Und ganz bald hoffentlich auch wieder unter dem Jurtendach.

P. S.: Wir haben das Jurtendach nach den Winterstürmen wieder eingelagert. Das Dach hat die Stürme aber überstanden und lag erst am Boden, als wir es niederrangen.

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